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Abb. oben: Gesundheitsreform! In Thailand praktizieren Dentisten auf der Straße. Und niemand verlangt 10 EUR Praxisgebühr. "Richtige" Arztpraxen im westlichen Sinne gibt es übrigens auch.
Im Großen und Ganzen sind die gesundheitlichen Risiken in Thailand eher gering. Staatliche Gesundheitsförderung und -programme haben in den letzten Jahren soweit gegriffen, dass die Gefahr von Epidemien und Seuchen nicht höher ist als daheim in Westeuropa. Hygieneregeln und -vorschriften werden weitgehend eingehalten (Ausnahmen bestätigen, wie in Deutschland, die Regel). Wer bei Nahrungsmitteln über eine "gesunde" Skepsis verfügt, keinen ungeschützten Sex mit Fremden hat und sich allgemein umsichtig verhält, sollte in Thailand keine gesundheitlichen Probleme bekommen, die er/sie nicht auch zu Hause bekommen könnte. Die medizinische Versorgung gilt allgemein als gut (zumindest für alle, die sie bezahlen können). Thailand ist in dieser Hinsicht kein Dritte-Welt-Land. Anpassungsreaktionen ("Hochgeschwindigkeitsverdauung") an ein fremdes Klima und/oder fremde Nahrungsmittel sind in den ersten Tagen nicht ungewöhnlich. Niki mailt dazu: Von wegen Durchfall ...von Verstopfung redet niemand.. Meine Freundin und ich hatten natürlich 2 Packungen Tabletten gegen Durchfall mit, aber natürlich nix gegen das Gegenteil.. Konnten oft tageweise nicht aufs Klo!!! Deswegen unbedingt auch hierfür was in die Reiseapotheke geben ..undöfters auch Thai Nudels essen.. "Steamed Rice" verklebt ganz schön den Darm.. Und laut einem Tipp soll Changbier helfen.. hat bei uns aber leider nicht gewirkt.. (oder wir haben zu wenig getrunken ;-) ) ImpfenNicht nur Malaria und AIDS können einen ziemlich tot machen. Empfohlen wird allgemein eine Vorbeugung gegen Hepatitis (die man sich übrigens auch in Deutschland holen kann). Während Hepatitis A durch Lebensmittel oder auch Wasser übertragen werden kann, wird Hepatitis B meist durch Blut oder beim Sex übertragen. Julia mailt dazu: "Die Impfungen für Hepatitis A und B zahlt die Krankenkasse. Aber nur wenn man beides zusammen macht (Kombiimpfung)." - Auf jeden Fall einen Arzt dazu fragen! Bei der Gelegenheit kann gleich noch der ordinäre Standard-Impfschutz überprüft werden. Der ist ohnehin auf der ganzen Welt sinnvoll und wird von den meisten Krankenkassen überwiegend bezahlt. Michael mailt einen Spartipp zum Impfen Ich habe alle Impfungen Tollwut, Typhus, Japanische Enzifilitis und die Malaria Profilaxe in Holland gekauft. Gesamtpreis 500,- €, die meine Krankenkasse nicht übernehmen wolte. Manchmal muß man hartnäckig sein: 2 Wochen später nochmal hin wieder ein "nein". Mit Wechsel gedroht und das es andere Krankenkassen übernehmen würden, zack haben sie bezahlt! Manchmal zahlt sich Hartnäckigkeit aus! ReisekrankenversicherungBezahlung einer Blinddarmoperation oder Zahnbehandlung in Thailand? Da geben sich die meisten Krankenkassen eher bedeckt. Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung springt weltweit ein und kostet nicht alle Welt (ab 7 Euro pro Jahr bei vielen Versicherungen). Malaria"Malaria wird über die Speichelflüssigkeit von Moskitos übertragen. Im Blut bringt der Malaria-Parasit die roten Blutkörperchen zum Platzen. Ein gleichzeitig freigesetzter Giftstoff kann zu Fieber oder Koma, in einzelnen Fällen bis zum Tod führen. (...) Mehr als eine Mio. Menschen sterben pro Jahr an der Krankheit." (Frankfurter Rundschau, 20.08.2002) Vorbeugung gegen Malaria kann übel sein: Herzrasen, Depressionen und (wirklich) schlechte Träume auch bei psychisch Gesunden. So ziemlich alle inneren Organe zeigen mit heftigen Reaktionen, das sie Malariavorbeugung als persönliche Beleidigung empfinden. - Soweit meine persönlichen Erfahrungen mit "Lariam", - einem bekannten Präparat zu Vorbeugung. Nein, nicht immer übel, meist habe ich das Zeug gut vertragen. Aber einmal war's arg heftig. Immerhin habe ich keine Malaria; die ist noch übler und zuweilen tödlich. Gegen Nebenwirkungen bei Lariam: am Tag der Einnahme essen, essen, essen und nochmals essen! (im Land der exzellenten Thai-Küche wirklich kein Problem!) Bangkok, Chiang Mai und die meisten Touristengebiete gelten als malariafrei. Dazu las ich im (ehemaligen) Thairing-Forum folgenden Einwand: "Glaubt ihr, irgendein Moskito macht einen Bogen um eine Ferienanlage, nur weil ein Reiseführer schreibt, dort gäbe es keine Malariamücken?" Sprecht auf jeden Fall rechtzeitig mit eurem Arzt, am Besten mit einem Tropenmediziner; die Vorbeugung mit dem Marktführer Lariam (nur auf Rezept, ca. 50 Euro plus Praxisgebühr...) beginnt ihr eine Woche vor Reiseantritt.
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Jürgen Scholz wünscht Gute Reise! |